KI und Kunst in Jahrgang 5 und 6

Künstliche Intelligenz – was anfangs wie ein Segen schien, dem Menschen monotone und routinemäßige Tätigkeiten abzunehmen, wird immer mehr als Gefahr auch für kreative Berufe diskutiert. Dass KI jedoch auch viel Potential für die Künste bietet, hat der Musiker und Musikproduzent Joel Köhn bereits im vergangenen Jahr in einem aufwändig dokumentierten Projekt mit den neunten Klassen der Sekundarschule Gellershagen bewiesen.

Und auch der fünfte und sechste Jahrgang durfte sich jetzt an dieses spannende Thema herantasten – diesmal gefördert durch das NRW-Landesprogramm „Kultur und Schule“.

Nach einem Einführungsblock zum Thema arbeiteten die Schüler*innen in Kleingruppen je einen Tag kreativ und vor allem selbständig an eigenen Ideen zum Thema und setzten diese um. Sie entwickelten Prompts (Anweisungen an KI), die Bilder von Fantasietieren nach ihren Vorlagen generierten und kontrastierten diese vor etwa 100 anwesenden Eltern und Mitschüler*innen amüsant moderiert zu unbearbeiteten Fotos. Andere ließen die KI für sie eigene Songs schreiben, die die Vorführung untermalten oder adaptierten beliebte japanische Mangas (Comics) in altersangemessene Geschichten, die sie dann vor wiederum selbst gezeichneten Bildern vorlasen. Hier spielten künstliche und künstlerische Intelligenz Hand in Hand. Ausgehend von der Auseinandersetzung mit der KI entwickelten die Jugendlichen viel Freude am eigenständigen Malen, Tanzen, Singen – oder gar live zu rappen.

Das Fazit? Die Erkenntnis, dass KI hervorragend für künstlerische und kreative Zwecke genutzt werden, wenn man sich ihrer richtig bedient und sie beherrscht und zu testen beginnt, wo sie so die eigene gestalterische Kraft unterstützen, statt beschneiden kann.